Dienstag, 31. Mai 2011

Über das Gehorchen


Wer sich nicht befehlen kann, der soll gehorchen.
Und mancher kann sich befehlen, 
aber da fehlt noch viel, 
dass er sich auch gehorche!

Friedrich Nietzsche

Montag, 30. Mai 2011

Die Kuh

Einst ich durch das Dickicht streifte
eine Kuh auf´m Feld mein Herz erweichte
Sie stand so da, sie schaute träge
als wenn das Ganze sie nicht aufrege
dass ich durch die Büsche schlich
und einem Paparazzo glich.
Das Foto hab´ ich schnell gemacht
mir nichts Besonderes dabei gedacht
um dann zu hause beim Schauen
mit Verzückung und Erstaunen
festgestellt zu haben
und ja, ich kann es sagen
ich mit besonders viel Geschick
und einzigartig Tunnelblick
ein Foto hab´ geschossen
frei und völlig unverdrossen.





Sonntag, 29. Mai 2011

Donnerstag, 26. Mai 2011

Ein Text von Heinz Körner / A text from Heinz Körner

So mancher scheitert an der Frage: Warum so und nicht anders? Warum ich und nicht der? Warum gerade jetzt und nicht ein anderes Mal? Lass Dir sagen, dass diese Fragen ohne Antwort sind. Denn wenn es einen Sinn gibt, so sind wir Menschen mit unseren geringen Mitteln niemals in der Lage, diesen Sinn zu verstehen. Darum ist ein solche Frage müßig.

So many fail at the question: Why so and not in another way? Why me and not him? Why now and not at another time? Let me tell you that these are questions without answer. If there is a meaning of it all we humans do not have the capabilities to understand the deeper sense. That´s why such a question is idle.

Dienstag, 17. Mai 2011

Freedom is a matter of opinion


It seems to be silly to hunt for waterdrops. 
But who are we to judge about the activity of someone 
who loves what he is doing and who is shining in a
light of detached joy.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Schwarzfussindianer

Kommt das jetzt vom Barfußgehen? Oder hatte ich mir damals nur die Füße verbrannt... Na ja, zumindest sahen sie fast genau so aus wie heute. Schuhe kosten ja auch viel Geld.
Leute, geht barfuß - denkt nicht an die weiße Bettwäsche.

Dienstag, 10. Mai 2011

Lohnsklave der Zeitarbeit

Bewerbung als Rudersklave in der Knechtungsabteilung

Sehr geehrter Herr Giermeier,

betreffend meiner Arbeitssuche im Bereich Rudersklave bin ich auf Ihr Unternehmen gestoßen, welches sich in diesem Bereich zu den besten des Metiers entwickelt hat und somit für mich eine interessante Perspektive für die Zukunft bietet.

Bei einem Gespräch mit einem Ihrer Angestellten, dem Peitschenschwinger und Taktgeber Herrn Haudrauf, habe ich von den verschiedenen Möglichkeiten der unfreien Mitarbeit in Ihrem Unternehmen erfahren, und ich bin sehr angetan bei dem Gedanken, auf einer Ihrer Galeeren schinden zu dürfen. Bedingt durch meine sehr devote Grundhaltung und dem Hang zur Unterwürfigkeit kann ich durchaus behaupten, mich für eine Stelle bei Ihnen privilegiert zu fühlen.

Nach Abschluss meiner Tätigkeit als unfreier Knecht im Bergwerk zu Kupferstadt, welches ich als meine Lehrzeit benenne, war ich erfolgreich auf den Kartoffelfeldern des Grafen von Rübensack als Vorbuddler tätig. Jedoch erlag dieser Herr später einem Gichtleiden, so dass die Felder in den Besitz eines anderen Herren übergingen, welcher meiner Dienste nicht mehr bedurfte.
Somit denke ich, dass ich meine durch die vorige Tätigkeit sehr trainierten Arme bestens in Ihren Dienst stellen kann, und Ihren Ansprüchen mit Sicherheit genüge.

Als Anlagen seien beigefügt:

  • Belege meiner Peitschenstriemen auf dem Rücken (siehe Fotos)
  • Empfehlungsschreiben des Bergwerkes zu Kupferstadt

Über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.

Mit unterwürfigen Grüssen
Karl Hoffnungslos

Montag, 9. Mai 2011

Erster Gedanke

Warum scheitern die Menschen immer wieder an sich selbst? Warum gehen sie wieder und wieder verloren in dem Strudel der Erwartungen, falschen Hoffnungen und Selbstverleumdung?
Diese Welt, voll von Einflüssen, welche mit Gewalt auf einen einstürmen und jedem Individium suggerieren wollen, er habe dies und das und jenes zu machen, um ein glücklicher Mensch in einer perfekten Gesellschaft zu sein, hat sich auf einem künstlichen Gerüst manifestiert, welches Wohlstand und ein erfülltes Leben verspricht, ersonnen und aufrecht erhalten von Baumeistern, die das Wort Zufriedenheit mit dem Deckmantel der Scheinheiligkeit bedecken.
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Dieser Mantel ist gespickt mit vielen - kleinen und auch großen - Verheißungen, die es schwer machen, ihn von sich zu nehmen. Denn schließlich wärmt ein Mantel, wenn die Welt einen unbarmherzlich mit scheinbarer Kälte konfrontiert. So werden künstliche Werte wie Geld, Luxus, Materialismus und vor allem "Individualität" heilig gesprochen und bereitwillig als Sinn des Lebens anerkannt. Liebe, Anerkennung, Achtung und andere natürliche Werte werden so verzerrt und zurechtgebogen, daß sie in diese auf falschen Fundamenten stehende Lebensweise auf unnatürliche Weise eingebaut werden.

Diese Baumeister habe viele Gesichter - gemein ist ihnen allen, dass sie den Ton der Überzeugung anwenden und eine bessere Welt versprechen.
Sie nuscheln von Zufriedenheit und Glück. Und zu gerne nur springen wir auf dieses Gerüst, welches Halt verspricht.
Auch Du bist ein Baumeister, so wie ich es bin. Aber unsere Kraft der Kreativität, des Glaubens und des Erkennens geht unter in dieser erbarmungslosen Rigidität unserer Gesellschaft, die sich verhüllt mit einem Mantel der Bequemlichkeit und Blindheit.
So sei Dein eigener, ein wahrer Baumeister - ein Baumeister der Wahrheit und der Ehrlichkeit!